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©m.blaejovsky 2008

Seminare mit Erwachsenen:

1/ für Fachpublikum

 

"Bilder lesen / Bücher machen”

Zielpublikum für diese Seminare sind:

LehrerInnen

BibliothekarInnen

KindergartenpädagogInnen

 

Achtung: Auf der Seite 'workshop kunst' ist auch der 'Buchmacher' Workshop beschrieben.

Der gilt ebenso für die oben genannte Zielgruppe

 

I/

Der Workshop “Zeit für ein Buch” beginnt mit einer Geschichte:

Wie 'baut' man eine Geschichte.

Wie verläuft der Spannungsbogen.

Wann kommen die einzelnen Figuren ins Spiel.

Wie sieht der dramaturgischen Ablauf (z.b. aufbereitet als "Bilderbuchkino") aus.

Geht dann weiter zu den Bildern

Welche Bilder/ welche Technik der Illustration eignet sich am besten für welchen Text.

Was kann das Bild erzählen, was im Text nicht zu finden ist.

Welche Farben unterstützen/verstärken in ihrer Wirkung den Text.

Zur Zusammenführung von Bild und Text

Wie wird ein Text in Sinnabschnitte geteilt.

Welche Bedeutung hat die Typografie.

Welche Bedeutung hat das Cover für die Rezeption eines Buches.

Und zur praktischen Fertigstellung des Produktes

Wie kommt der Kern (=Innenteil eines Buches) zwischen die Buchdeckel.

 

Zu erfahren, wieviel Arbeit in einem Buch steckt, bringt einen neuen, sorgfältigeren und aufmerksameren Zugang zum Produkt ‘Buch’ und zur Tätigkeit ‘Lesen’.

Die Freude über das Verstehen der Zusammenhänge und dass man es für sich geschafft hat, ein eigenes Buch zu machen ist ein starkes Erlebnis - auch wenn es nicht die Perfektion eines professionell hergestellten Verlagsproduktes hat .

 

II/

Leseerziehung sucht neue Wege und beginnt bereits im Kindergarten:

Hier gilt das Motto: Literatur erleben mit allen Sinnen

Bild-Geschichten sind die Basis für das Ansprechen aller Sinne

Gegenstände erspüren (wie fühlt sich ein Gegenstand an, kann man ihn 'kosten', an ihm riechen....), Gerüche erschnuppern, Klänge lauschen und in das Bild und die Geschichte hineintauchen.

Der Erzähl-Raum wird neu erobert und definiert. Jede Ecke bekommt eine andere Bedeutung, wenn sie in die Geschichte einbezogen wird...

 

“Wortbilder suchen Bildgeschichten”

Für die Pädagogen ist es wichtig, Bilder richtig zu lesen

Dafür braucht es zuerst einmal den ganz rationalen Dreischritt:

wahrnehmen

beschreiben/benennen

interpretieren

Dann kommt die ‘Feinarbeit’:

die Wirkung von Farben kennenlernen

die unterschiedliche Gewichtung die durch Perspektiven gesetzt wird bewußt wahrnehmen

verstehen, wie herausgezoomten Details die Geschichte beeinflußen

die kreative Verbindung von Wort und Bild erleben

mit Storyboards die Dramaturgie im Ablauf und Aufbau von Texten verdeutlichen

 

Bilderbücher brauchen Vermittler - aber es ist wichtig, das jeder, der diese Aufgabe übernimmt (ob Pädagogen oder Eltern...) die Bilder/Bücher erst einmal für sich 'erobert' und analysiert bevor die Kinder damit konfrontiert werden.

Ein Aspekt bei der Vermittlung: je jünger die Kinder sind, umso wichtiger ist der Einsatz aller Sinne!

 

Anmeldungen unter 'kontakt'.