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©blazejovsky2009
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NOVEMBER :o)
Das Objekt, dass ich für die Ausstellung 'wieder bieder' gefertigt habe, ist auf der 'Kunst'- Seite zu sehen.
Das Gegenteil von 'bieder' ist für mich 'Revolution'. Auf seltsame Weise scheinen sich die Beiden gegenseitig zu bedingen und viele Fragen aufzuwerfen.
Heute scheint mir, ist Revolution so was wie Historie.
Wogegen sollten wir in der so genannten 'westlichen Welt' revoltieren? Dagegen, dass es uns gut geht?
Dagegen dass es anderen schlecht geht? - Dagegen würde ja nicht Revolte sondern Hilfestellung notwendig sein.
In Österreich streiken die Studenten. Überfüllte Hörsäle, zuwenig Geld...
Dabei ist allen klar, das ein ausgezeichnetes Bildungssystem die beste Investition in die Zukunft ist.
Und? Wer bekommt das Geld? Die Unis oder die Banken und die Autohersteller?
Und welches Geld ist das?
Kommt das vom besteuerten Kapital oder von der besteuerten Arbeit?
Die ganze Welt ist vernetzt, man kriegt die Berichte von Gewalt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, das Liebesleben der 'it people', die Hypes am Kunstmarkt, die Boni der Bankmanager, Korruption, großartige Kulturleistungen, politische Ausrutscher, Wahlen - die so nicht ausgegangen sein können wie sie ausgegangen sind, Literatur vom Feinsten, die Leistungen außergewöhnlicher Menschen ...genauso bunt wie ich sie aufgezählt habe, neben den Frühstücksteller gelegt.
Ein Auge lacht, eines weint und hin und wieder bleibt einem der Bissen im Hals stecken.
Aber jeder neue Tag ist auch eine neue Chance.
Nützen wir sie.
AUSSTELLUNGEN
Die Intakt-Künstlerinnen stellen aus:
' Wieder Bieder'
Vernissage: 9. Nov.2009, 19:00 h
Dialog: Angelika Romauch - Ingrid Gaier
Musik: Pia Palme
im WUK Projektraum,
1090 Währinger Str. 59
bis 15.Nov. tägl. geöffnet von 15:00 - 18:00 h. Donnerstag geschlossen.
Tipps
Ich bin seit langem ein Fan von Hertha Müller und hab mich ganz besonders gefreut, dass sie heuer den Literatur-Nobelpreis bekommen hat.
Besonders gerne mag ich ihren Roman 'Der König verneigt sich und tötet', und die CD, auf der sie von Ihrer Kindheit und Jugend im Banat erzählt.
Die 'Atemschaukel' beschreibt ein schreckliches Sujet (Verschleppung und Lager) in ganz außergewöhnlich poetischer Sprache. Manche Metaphern sind so dicht, dass ich meinte, nicht nur zu lesen, sondern auch zu sehen und hören.

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